Amyloidosen sind Eiweiß-Ablagerungserkrankungen

Amyloidosen sind Eiweiß-Ablagerungserkrankungen. Von „normalen“ Körpereiweißen unterscheidet sich Amyloid durch seine abnorme Struktur. Amyloid lagert sich als fadenförmige (fibrilläre) Struktur an und um die Körperzellen ab. Dabei können entweder örtliche Ablagerungen entstehen (lokale Amyloidose) oder mehrere Organe (systemische Amyloidose) betroffen sein.

Die systemische Leichtketten-(AL-)Amyloidose ist in den industrialisierten Ländern die häufigste Amyloidoseform. Auslöser ist die krankhafte Vermehrung bestimmter Knochenmarkzellen (meist Plasmazellen, selten Lymphozyten). Diese Zellen produzieren beim gesunden Menschen die Antikörper, also die Eiweiße für die Bekämpfung von Infektionen. Kranke Plasmazellen hingegen produzieren massenhaft ein spezielles Eiweiß, die sogenannten Leichtketten (Teil der Antikörper).
Diese Leichtketten lagern sich außerhalb der Zellen als unlösliche Fibrillen (Fäden) ab und verbinden sich zu einer amorphen Amyloidsubstanz, die der Körper kaum abbauen kann.

Die AL-Leichtkettenamyloidose kann örtlich in den verschiedensten Organen auftreten. Am häufigsten sind Herz und Nieren betroffen. Weitere Organe sind der Magen-Darm-Trakt, die Leber und die Milz. Es kann darüber hinaus auch das periphere (autonome oder sensomotorische) Nervensystems betroffen sein.

Hauptaufgabe des Amyloidose-Zentrums ist die interdisziplinäre Diagnostik, Beratung und Behandlung von Patienten mit Amyloidose-Erkrankungen. Darüber hinaus soll im Rahmen von klinischen Studien, die Diagnostik und die Ergebnisse der Therapie weiter verbessert werden.

Fachübergreifende medizinische Kompetenz, erstklassige Behandlung und individuelle Betreuung – im Amyloidose-Zentrum des Universitätsklinikums Heidelberg finden Sie ein umfassendes Versorgungspaket für diese seltene Erkrankung.

Weitere Informationen finden Sie im DLH Infoblatt Amyloidosen
und in der Amyloidose Selbsthilfegruppe


Grüner Tee und Amyloidose

Dem grünen Tee (Camellia sinensis) werden seit langem vielseitige gesundheitsfördernde Effekte zugesprochen, ohne schwerwiegende Komplikationen aufzuweisen. Ungefähr ein Drittel der Trockenmasse des grünen Tees machen Catechine aus, die zur Untergruppe der Polyphenole zählen und aufgrund seiner positiven gesundheitsfördernden Wirkung geschätzt wird. Epigallocatechingallat (EGCG) ist der Hauptanteil dieser Substanzen in grünem Tee, dem vielseitige gesundheitsfördernde Effekte zugesprochen werden.
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Amyloidose-Zentrum

Fachübergreifende medizinische Kompetenz, erstklassige Behandlung und individuelle Betreuung – im Amyloidose-Zentrum des Universitätsklinikums Heidelberg finden Sie ein umfassendes Versorgungspaket für diese seltene Erkrankung.
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Myelom-assoziierte Amyloidose – Was jeder Patient wissen sollte

Während des Verlaufs ihrer Erkrankung können Myelompatienten eine Amyloidose entwickeln. Die Amyloidose ist eine Erkrankung, bei der sich Proteine in Organen wie dem Herz oder den Nieren ablagern und zu Organschäden und Komplikationen unter einigen Myelombehandlungen führen können.
Der folgende Artikel beschreibt die Amyloidose, weil diese Erkrankung oft mit einem multiplen Myelom einhergeht; des weiteren werden einige der gegenwärtigen Behandlungsempfehlungen für Patienten mit dieser Doppeldiagnose vorgestellt.

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