Albrecht Reißmann

Myelom-Deutschland und die LeiterInnen der dazugehörigen Selbsthilfegruppen trauern um Albrecht Reißmann (67) aus Leipzig.

Albrecht ist in den vielen Jahren, die wir mit ihm zusammenarbeiten durften, zu einem wahren Freund geworden. Wir haben sehr viel voneinander gelernt. Sein ungeheuer großes Engagement brachte er nicht nur im Vorstand von Myelom-Deutschland ein, sondern investierte es auch in seiner eigenen Selbsthilfegruppe, die er vor 10 Jahren gegründet hatte.

2002 wurde bei ihm selbst ein Multiples Myelom festgestellt; er ließ sich aber weder von der Diagnose noch von den vielen Therapien unterkriegen.

Im Gegenteil: Er nutzte die Jahre, mehr über die Krankheit, deren Behandlungsmöglichkeiten, neuen Medikamenten und Forschungsergebnissen zu erfahren, um dieses Wissen – wann immer es gebraucht wurde – an seine Mitpatienten in und um Leipzig weiterzugeben, und auch, um sich mit uns gemeinsam auszutauschen. Er konnte bei diesen Diskussionen sehr resolut auftreten, verlor dabei aber nie seine gute Laune, auch wenn es ihm selbst nicht so ging.

2017 musste er sich wieder in stationäre Behandlung begeben. Auch wenn ihm da schon bewusst war, dass sein Kampf gegen diesen Krebs dem Ende entgegen ging, verlor er nicht seinen Humor: „Der Tumor ist wieder einmal aktiv geworden, er hat gerade ein Brikett nachgelegt“, sagte er noch im Juni der Leipziger Volkszeitung.

Albrecht Reißmann ist für den Bundesverband Myelom Deutschland e.V. und den angeschlossenen Selbsthilfegruppen zu einem Vorbild geworden.

Wir haben viel von ihm gelernt und werden seinen trockenen Humor, aber auch sein weltoffenes Wesen nicht vergessen.