Tumorzentren: NCT Heidelberg als patientenorientiert ausgezeichnet

slide_2Zum 4. Mal ist das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg als
selbsthilfefreundlich ausgezeichnet worden. Das Netzwerk „Selbsthilfefreundlichkeit und
Patientenorientierung im Gesundheitswesen“ bestätigt damit die offene und intensive
Zusammenarbeit zwischen den Selbsthilfegruppen, Ärzten und Pflegekräften am NCT Heidelberg.
Damit geht das NCT Heidelberg für die kommenden 3 Jahre erneut eine verbindliche Kooperation ein.
Quelle: Journal Onkologie
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Hannover I Gruppentreffen mit Dr. Dr. Müller

slide_2Bevor Herr Dr. Dr. Müller zu unserem Gruppentreffen eintraf, konnten wir auch dieses Mal wieder neue Patienten und Angehörige begrüßen, welche sich nach einer persönlichen Vorstellung und einem regen Austausch zum Therapieablauf des Myeloms gut informiert fühlten.
In der zweiten Hälfte unseres Beisammenseins freuten wir uns darüber, dass Herr Dr. Dr. Müller unserer Einladung gefolgt ist, um u.a. einen Vortrag über die „Wirkungsweise von ausgewählten Medikamenten beim Multiplen Myelom“ zu halten. Herr Dr. Dr. Martin Müller ist Chefarzt der Hämatologie und Onkologie im Klinikum Region Hannover Siloah und hat viele Jahre beruflicher Erfahrung im Bereich der klinischen Forschung in den Bereichen Maligne Lymphome sowie solide Tumore in Boston, Houston, New York City und dem Universitätsklinikum Tübingen praktiziert.
In seinem Vortrag ging Herr Dr. Dr. Müller auf die aktuellen Medikamentengruppen ein, welche in der Standardtherapie des Multiplen Myeloms und in Studien zur Anwendung kommen. Neue Teilnehmer/innen bekamen u.a. Antworten auf ihre Fragen zu charakteristischen Eigenschaften einzelner Zellarten im Blut sowie dem Immunsystem.
Die vielen verschiedenen Ausrichtungen des Multiplen Myeloms führen auch dazu, dass wir in der Gruppe feststellen, dass Patienten, die zum gleichen Zeitpunkt behandelt werden, jedoch unterschiedliche Therapien erfahren.
Hierzu gibt es ein Beispiel mit folgender Aussage:

  • Der Proteasome-Inhibitor Kyprolis (Carfilzomib) kann z.B. nur in Kombination mit anderen Medikamenten verabreicht werden, und dass auch nur bei Myelom-Patienten, welche bereits eine Therapie erhalten haben. Die Indikation des zugelassenen Medikamentes erlaubt es zurzeit nicht, dass Carfilzomib als Monotherapie (Einzelgabe) bei einer Erstdiagnose gegeben wird. Diese Einschränkung der Gabe, also die genaue Definition der Medikamenten-Indikation, basiert auf Grundlagen von klinischen Studien, die gezeigt haben, dass für eine festgelegte Gruppe von Patienten (hier: Patienten in Zweit-Linien Therapie) das Medikament die beste Wirkung in Kombination mit anderen Stoffen erzielt. Eine Indikation kann auch vorgeben, dass das Medikament nur an Patienten mit einem bestimmten genetischen Merkmal verabreicht werden kann. Daraus folgt, dass es viele Myelom-Medikamente gibt, die aber niemals alle Myelom-Patienten gleichzeitig erhalten werden, da alle verschiedene Voraussetzungen haben.

Viele Fragen aus der Gruppe betrafen Mechanismen der einzelnen Medikamente, welche Dr. Dr. Müller anhand eingängiger Beispiele ausführlich und gut verständlich beantwortete. Der rege Austausch mit Dr. Dr. Müller und den Teilnehmer/innen untereinander während des Vortrages sowie eine interessierte Stimmung führten im Ergebnis mit weiteren positiven Aussichten zu der wachsenden Vielzahl von Therapieoptionen zu einem gelungenen Gruppenabend mit viel Optimismus für die weitere Zukunft.
Wir danken Herrn Dr. Dr. Müller vielmals dafür, dass er sich Zeit genommen hat, an dem Abend den Vortrag zu halten.


Das lange Warten auf die Therapie

Diagnose ohne unmittelbare Therapie – das lange Warten auf den richtigen Moment

Bei Andreas Dirksen wurde Knochenmarkkrebs diagnostiziert. Die Diagnose war ein Zufallsbefund im Zusammenhang mit der Behandlung einer Lungenentzündung im Jahr 2008.

Dieser Krebs – das Multiple Myelom – wird erst ab einem bestimmten Zeitpunkt behandelt. Andreas erhielt die Prognose, dass er noch vier bis fünf Jahre warten müsse, bis es so weit sei. Andreas nutzte diese lange Wartezeit bis zur Therapie, um einen Plan zu entwickeln und sich vorzubereiten. Nach fünf langen Jahren war es dann so weit: Die Werte seines Körpers zeigten an, dass die Erkrankung nun therapiert werden müsse, und das lange Warten hatte ein Ende. Der heute 60-jährige sagt, er habe die Erkrankung gut in sein Leben integriert, denn „man kann auch mit Krebs gut leben“.

Gespräch im roten Sessel …


Rezidiviertes oder refraktäres multiples Myelom: CAR-T-Zelltherapie in späteren Therapielinien

slide_2Zum ersten Mal wurden in Deutschland Patienten, bei denen ein rezidiviertes oder refraktäres multiples Myelom (rrMM) vorliegt und die sich daher bereits in späteren Therapielinien befinden, in die Phase-2-CAR-T-Studie KarMMa (bb2121-MM-001; NCT03361748) (1) eingeschlossen. Die Studie untersucht die Sicherheit und Wirksamkeit der neuartigen CAR-T-Zelltherapie bb2121. Das Prüfpräparat wird derzeit in mehreren klinischen Studien erprobt.
Quelle: Journal Onkologie
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Schlafentzug beeinflusst Immunsystem

slide_2Wissenschaftler der Universität Tübingen konnten einen Mechanismus nachweisen, mit dem das menschliche Abwehrsystem im Schlaf unterstützt wird.
Ausreichend Schlaf ist für das Immunsystem und die Abwehr von Krankheitserregern wichtig – das wird allgemein angenommen und erscheint intuitiv richtig. Wie genau Schlaf jedoch bestimmte Immunfunktionen beeinflusst, ist noch nicht wissenschaftlich geklärt. Wissenschaftler der Universität Tübingen und der Universität Lübeck haben nun in einer Studie einen neuen Mechanismus nachgewiesen, über den Schlaf das Immunsystem fördert.
Quelle: Journal Onkologie
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Phase-III-Studie zu Isatuximab erreicht primären Endpunkt (Verlängerung des PFS)

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Die Phase-III-Zulassungsstudie zu Isatuximab bei Patienten mit rezidiviertem/ therapierefraktärem Multiplem Myelom (r/r MM) hat ihren primären Endpunkt (Verlängerung des progressionsfreien Überlebens (PFS)) bei Patienten erreicht, die Isatuximab in Kombination mit Pomalidomid und niedrig dosiertem Dexamethason vs. eine alleinige Therapie mit Pomalidomid und niedrig dosiertem Dexamethason (Standardtherapie) erhielten.
Quelle: Journal Onkologie
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MM: immunmodulierende Substanzen zeigen hohen Nutzen in allen Therapielinien

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Die Wirkstoffklasse der immunmodulierenden Substanzen (IMiDs®) nimmt in der Behandlung des multiplen Myeloms (MM) eine zentrale Rolle ein. Das ist u.a. in ihrer Schlüsselfunktion für moderne Kombinationstherapien und ihrem möglichen Einsatz in verschiedenen Therapielinien begründet. Zahlreiche neue Studienergebnisse, die beim ASH-Kongress 2018 in San Diego, USA, präsentiert wurden – insgesamt 76 Beiträge zu Lenalidomid (REVLIMID®) und 28 Beiträge zu Pomalidomid (IMNOVID®) – verdeutlichen, wie wichtig die IMiDs als Partner in der heutigen und zukünftigen Myelomtherapie sind.
Quelle: Journal Onkologie
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Daratumumab-Erstinfusion als Split-Dosis: Mehr Flexibilität für Myelompatienten und Behandler

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Ab sofort ist Daratumumab (Darzalex®) als Split-Dosis zugelassen: Es besteht nun die Möglichkeit die Erstinfusion von Daratumumab 16 mg/kg Körpergewicht (KG) auf 2 Dosen à 8 mg/kg KG aufzuteilen. Sie werden am ersten und zweiten Tag des ersten Zyklus verabreicht (1). Das bekannte Verträglichkeitsprofil des monoklonalen Anti-CD38-Antikörpers bleibt dabei erhalten. Für Ärzte und Patienten bedeutet die Split-Dosis mehr Flexibilität bei der Daratumumab-Erstinfusion.
Quelle: Journal Onkologie
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Finanzielle Regelungen bei Pflegebedürftigkeit

slide_2Oftmals bedeutet die Diagnose Krebs nicht nur einen Krankenhausaufenthalt während der akuten Therapie. Manche Patienten benötigen auch in der Zeit danach weiterhin Pflege. Dafür stehen verschiedene Leistungen zur Verfügung, die je nach Bedarf und Ausrichtung von den Kranken- oder Pflegekassen bezahlt werden.
(Quelle: Krebsratgeber)
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Therapieunterstützung via Smartphone

slide_2Die Medisafe-App erinnert Sie rechtzeitig an Ihre Medikamenteneinnahme

Die Behandlung unheilbarer Krebserkrankungen erfordert komplexe onkologische Therapien. Oft müssen Medikamente an unterschiedlichen Tagen und zu unterschiedlichen Zeiten eingenommen werden. Dabei ist die korrekte Einnahme der Medikamente im Sinne der Therapietreue für den Behandlungserfolg ausschlaggebend.

Mit der Kooperation zwischen Takeda Oncology und Medisafe, dem weltweit führenden Anbieter von personalisierten, mobilen Health-Lösungen, erhalten erwachsene Patienten mit Multiplem Myelom Zugriff auf eine deutschsprachige Patienten-App, die Sie bei der zeitlich korrekten Einnahme des komplett oralen Therapieregimes unterstützt. An Begleitmedikamente, die Sie zusätzlich zu Ihrer Therapie einnehmen müssen, können Sie sich ebenfalls erinnern lassen.

Als Patient können Sie die Medisafe-App kostenfrei für Apple iOS oder Android herunterladen und Ihre Medikation individuell einstellen. Durch Erinnerungen seitens der App verpassen Sie keine Medikamenten-Einnahme. Zusätzlich können Sie Verwandte oder Freunde als Med-Freunde zur App einladen, damit diese Sie an Ihre Einnahme erinnern, sollten Sie eine Dosis doch mal vergessen.

Patientengerechte Hintergrundinformationen zum Multiplen Myelom und zur Therapie sind ebenfalls in der App abrufbar und geben Antworten auf Fragen zur Erkrankung und zu Nebenwirkungen.
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r/r MM: Erkrankungsdiversität erfordert patientenindividuelle Therapie

slide_2Ixazomib + Lenalidomid und Dexamethason (Rd) ist ein Proteasom­Inhibitor­basiertes Triplett-Regime zur Therapie von erwachsenen Patienten mit einem rezidivierten/refraktären Multiplen Myelom (r/r MM). Das vollständig orale Regime, das wirksam und sicher ist (1,2), eignet sich u.a. zur Behandlung von Patienten mit Komorbiditäten (2), für Risikopatienten mit zytogenetischen Aberrationen (3) sowie für Patienten, bei denen der Arzt nicht auf einen Proteasom­Inhibitor verzichten möchte. Darüber hinaus kann die Triplett­Therapie Ixazomib + Rd für Patienten in Frage kommen, die eine rein orale Krebstherapie präferieren (4).
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Ernährung kann MGUS-Risiko und Progressions­risiko von MGUS zum multiplen Myelom beeinflussen

Ein internationales Forscherteam hat kürzlich festgestellt, dass Menschen mit MGUS, die mindestens dreimal pro Woche Obst konsumierten, ein ge­rin­ge­res Risiko hatten, zum multiplen Myelom fortzuschreiten, als Men­schen mit MGUS, die weniger häufig Obst konsumierten.
Die Auswirkungen des höheren Obstkonsums auf das Progressionsrisiko waren beträchtlich. Die von den Forschern entwickelten statistischen Mo­del­le zeigen, dass der drei- oder mehrmalige Verzehr von Obst pro Woche das Progressionsrisiko um mindestens die Hälfte reduziert.
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Revlimid, Velcade und Dexamethason, gefolgt von Stammzelltransplantation, führt zu tiefen Remissionen und beachtlichem Gesamtüberleben beim neu diagnostizierten multiplem Myelom

Eine neue Studie von US-Forschern liefert hilfreiche Einblicke in Ergebnisse, die neu diagnostizierte Patienten mit multiplem Myelom aus einer häufig verwendeten Abfolge von Erstbehandlungen ziehen können.
Ausgehend von Daten von mehr als 240 Patienten, die zwischen 2010 und 2017 behandelt wurden, untersuchen die Autoren der neuen Studie Ansprechraten und Überlebensergebnisse für neu diag­nostizierte Myelompatienten, die eine Erstbehandlung mit Revlimid (Lenalidomid), Velcade (Borte­zomib) und Dexamethason, gefolgt von einer autologen (eigenen) Stammzelltransplantation, er­hal­ten hatten.
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Nachhaltige, komplette Remission nach Erst­behandlung ist mit einem bedeutenden Überlebens­vorteil beim multiplen Myelom verbunden

In einer retrospektiven Studie mit über 350 Patienten mit multiplem Myelom, die mit ihrer Erstlinientherapie eine kompletten Remission erreichten, haben Forscher in den USA festgestellt, dass eine längere Remissionszeit mit einem wesentlich längeren Gesamtüberleben verbunden ist.
Darüber hinaus fanden die Studienautoren heraus, dass Patienten, die aufgrund eines biochemischen Rezidivs mit der Zweitlinienbehandlung begannen, insgesamt länger leben als diejenigen, die aufgrund eines symptomatischen Rezidivs mit der Zweitlinienbehandlung begannen.
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Stammzelltransplantation bei Myelompatienten über 80 möglicherweise nicht ausreichend genutzt

Die Ergebnisse einer kürzlich durchgeführten retrospektiven Analyse deu­ten darauf hin, dass die Stammzelltransplantation bei Patienten mit multi­plem Myelom, die 80 Jahre oder älter sind, nicht ausreichend genutzt wird.
Forscher des M. D. Anderson Cancer Center in Houston fanden heraus, dass nur 0,5 Prozent (9 Patienten) der 1.740 Patienten mit multiplem Myelom, die zwischen Januar 2007 und Juni 2018 in ihrer Einrichtung eine autologe (eigene) Stammzelltransplantation erhielten, zum Zeitpunkt ihrer ersten Transplantation 80 Jahre oder älter waren.
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Studie zeigt, dass neu diagnostizierte Myelompatienten mit hoher Wahrscheinlichkeit einen niedrigen Testosteronspiegel haben

Die Ergebnisse einer kürzlich durchgeführten Beobachtungsstudie deuten darauf hin, dass eine grosse Mehrheit neu diagnostizierter Myelompatienten einen niedrigen Testosteronspiegel haben.
Forscher der Ohio State University testeten den Testosteronspiegel im Blut von über 550 Menschen mit einer Plasmazellerkrankung. Mehr als 90 Pro­zent der Studienteilnehmer hatten entweder ein multiples Myelom, ein schwe­len­des Myelom, MGUS oder ein Plasmozytom. Über alle Studien­teil­nehmer hinweg hatten 74 Prozent einen Testosteronspiegel, der im Ver­hält­nis zu ihrem Alter und Geschlechts zu niedrig war.
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Zugabe von Clarithromycin zu Velcade-basierter Myelombehandlung führt zu keiner Erhöhung der Wirksamkeit bei deutlich zunehmenden Nebenwirkungen

Die Ergebnisse einer kürzlich durchgeführten klinischen Phase-2-Studie in Dänemark werfen Fragen nach der zukünftigen Rolle des Antibiotikums Clarithromycin (Biaxin) bei der Behandlung des multiplen Myeloms auf.
Frühere Forschungen haben gezeigt, dass die Zugabe von Clarithromycin zu den Standard-Myelom-Behandlungen die Wirksamkeit der Behandlung verbessern könnte, ohne dass die Nebenwirkungen signifikant zunehmen.
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Diagnostik und Therapie des Multiplen Myeloms – DKG-Thesen 2018/2019

slide_2Im Rahmen des Jahrestreffens der American Society of Hematology (ASH 2017) und des Europäischen Hämatologenkongresses (EHA 2018) trafen sich erneut Experten, um bestmögliche Therapieempfehlungen für das Multiple Myelom (MM) auszusprechen bzw. die bisherigen MM-Thesen zu aktualisieren. Ziel des interdisziplinären Expertengesprächs war es, auf Basis der publizierten sowie präsentierten Daten und der eigenen klinischen Erfahrung eine Orientierungshilfe zu geben sowie Konsequenzen für den Praxisalltag abzuleiten.

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