C-reaktives Protein (CRP)

Das CRP liefert in erster Linie Informationen über ablaufende Entzündungsreaktionen. Bei einem akuten Geschehen ist das CRP bereits nach 6 – 10 Stunden erhöht. Nach einer erfolgreichen Therapie fällt der CRP-Wert in ca. 48 Stunden um die Hälfte. Wenn eine Infektion ausgeschlossen werden kann, gibt es beim PMM einen Zusammenhang zwischen der Höhe des CRP-Wertes und dem Stand der Erkrankung. In der Hauptsache aber ist es ein Akute-PhaseProtein, das von der Leber als generelle, unspezifische Antwort auf entzündliche Prozesse verstärkt gebildet wird. Der diagnostische Wert ist mit der BSG vergleichbar. Die Werte sind bei Infektionen (vor allem durch Bakterien), bei Erkrankungen, die Körpergewebe zerstören und bei bösartigen Erkrankungen erhöht. Raucher weisen eine leichte CRP-Erhöhung auf, die bis zu 25 mg/l betragen kann. Erhöhte und weiter ansteigende CRP-Konzentrationen bei Tumorerkrankungen weisen auf eine schlechte Prognose hin; sie sind häufig ein Zeichen dafür, dass sich Tochtergeschwülste (Metastasen) gebildet haben. Bei älteren Patienten ist das CRP häufig ohne nachweisbare Erkrankung erhöht. Die Aussagekraft des CRP als Prognosefaktor wird durch infektionsbedingte Erhöhungen des CRP-Wertes eingeschränkt. CRP aktiviert die Thrombozyten. Erhöhte CRP-Konzentrationen zeigen sich bei einem erhöhten Body Mass Index (BMI) stärker bei Frauen als bei Männern. Etwa 20 % der Frauen mit BMI > 30 kg/m² haben CRP-Werte > 10 mg/l.

Referenzbereich: (nach Thomas, L) oberer Grenzwert: 5 mg/l

5 – 10 mg/l = Entzündungsverdacht
10 – 50 mg/l = leichte bis mäßige Entzündung (z.B. lokale bakterielle Entzündung, chronische Infekte, Gicht u.a.)
> 50 mg/l = schwere bakterielle Entzündung
Halbwertszeit: 12 – 24 Stunden