Erythrozyten (Rote Blutkörperchen)

Bei einer Blutuntersuchung werden die Erythrozyten, Leukozyten, Thrombozyten sowie der rote Blutfarbstoff Hämoglobin analysiert. Jeder Mensch besitzt vier bis sechs Millionen rote Blutkörperchen pro Mikroliter Blut. Die Lebensdauer der Erythrozyten beträgt ca. 120 Tage. Die Erythrozyten versorgen die Organe und das Gewebe mit Sauerstoff. Im Körper produziertes Kohlendioxid wird von den roten Blutkörperchen zur Lunge zum Gasaustausch transportiert. Wenn die roten Blutkörperchen (mit erhöhtem Hämoglobin- und Hämatokritwert) vermehrt sind, spricht man von Polyglobulie. Die Ursache dafür kann ein verringertes Angebot an Sauerstoff sein, wie z.B. im Hochgebirge. Für Menschen, die ständig dort leben, ist die Polyglobulie deshalb ein normaler Zustand. Eine verminderte Konzentration an roten Blutkörperchen ruft eine Blutarmut (Anämie) mit ihren typischen Symptomen wie Müdigkeit, Schwäche und Atemnot hervor. Durch die Anämie ist der Sauerstofftransport im Körper vermindert. Weitere Folgen sind Sehstörungen, Herzschwäche und Störungen des Nervensystems wie Schwindel oder Kopfschmerzen.

Referenzbereich: (nach Thomas) Kapillarblut,
Erwachsene Frauen: 4,1 – 5,1 Millionen/mm³
Männer: 4,5 – 5,9 Millionen/mm³
(nach Zylka-Menhorn)
Frauen: 4,2 – 5,5 Millionen/mm³
Männer: 4,5 – 6,3 Millionen/mm³